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Elternstammtisch soll gegenseitig stärkenDie Jugendkommission Widnau lädt am 24. März erstmals zu einem Elternstammtisch. Marlen Hasler, Gemeinderätin und Präsidentin der Jugendkommission, ist überzeugt, dass dieses neue Angebot einem Bedürfnis entspricht. Marlen Hasler, was genau muss man sich unter einem Elternstammtisch vorstellen?Marlen Hasler: Der Elternstammtisch ist eine Gesprächsrunde unter professioneller Leitung, an welcher man sich in unserem Fall über die Freuden und Probleme mit pubertierenden Jugendlichen aussprechen kann. Sie sprechen von professioneller Leitung. Wer leitet diese Gesprächsrunden?Hasler: Das sind ausgebildete Sozialarbeiterinnen und -arbeiter, welche bei den Sozialen Diensten Mittelrheintal tätig sind und viel Erfahrung in verschiedenen Bereichen mitbringen. Sind nur Eltern von pubertierenden Kindern angesprochen?Hasler: In erster Linie schon. Es ist jedoch relativ schwierig, eine Altersgrenze abzustecken. Denn die Phase der Pubertät kann in der sechsten Primarklasse beginnen und bis zum zwanzigsten Altersjahr andauern. Es ist anzunehmen, dass sich Eltern von kleineren Kindern im Moment noch nicht angesprochen fühlen. Weshalb glaubt die Jugendkommission von Widnau, dass der geplante Elternstammtisch einem wirklichen Bedürfnis entspricht?Hasler: Bereits an unserem letzten Anlass, dem interaktiven Theater, haben wir eine erste Bedürfnisabklärung vorgenommen. Wir spüren, dass es vielen Eltern Mühe bereitet, über ihre Probleme zu sprechen und sich andern mitzuteilen. Und am Stammtisch legen sie ihre Hemmungen ab?Hasler: Ich denke, dass man sich in einem kleinen Kreis eher öffnet und über Probleme spricht. Vor allem wenn man spürt, dass andere Eltern oder Alleinerziehende mit denselben Problemen konfrontiert sind. Mit dem Stammtisch möchte die Jugendkommission Widnau die Eltern in der Erziehungsarbeit stärken, denn sie braucht unwahrscheinlich viel Kraft. Das wissen wir von der Kommission alle aus eigener Erfahrung. Über welche Themen wird an diesen Stammtischen diskutiert werden?Hasler: Interessierte Eltern konnten aus einem Themenkatalog auswählen. Am ersten Stammtisch steht «Grenzen setzen» im Mittelpunkt. Weitere Themen werden Ausgang, Piercings, Tatoos, Alkohol, Sexualität und Aufklärung, Taschengeld und Lehrlingslohn sowie Kinder in Trennungssituationen sein. Interview: iw |
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