| Regionen | Rheintal | Samstag, 23. November 2002 | |||||||
widnau. «Wir
möchten die Jugendpolitik wirklich ernst nehmen», versicherte gestern
Gemeindepräsidentin Christa Köppel. Jetzt existiert eine Jugendkommission. gert bruderer Die Jugendkommission (Juko) engagiert sich für die
Jugendarbeit in Widnau, leitet die offene
Jugendarbeit strategisch, ist Anlaufstelle für Jugendliche mit Ideen (oder
Problemen) und hilft bei der Erarbeitung von Projekten, ohne selbst als
Veranstalterin aufzutreten. «Das ist der erste und letzte von der Jugendkommission organisierte Anlass», meinte
Gemeinderätin Marlen Hasler bei der gestrigen Vorstellung der
Juko-Mitglieder. «Die Initiative soll von den Jugendlichen ausgehen, aber
wir unterstützen sie beratend und je nachdem finanziell.» Bereits ist eine von Thomas Widmer gestaltete
Website eingerichtet worden, die unter anderem den Jugendlichen dazu
dient, auf bevorstehende Anlässe hinzuweisen. Ausserdem besteht bereits
eine Kontaktstelle für Hilfe aller Art, und im Rahmen eines
Schülerwettbewerbs ist ein Logo entstanden: Das von einem Grafiker
nachbearbeitete Werk hat Fabian Alder entworfen. Ein von der Jugendkommission unterstütztes regionales Projekt
betrifft eine Skaterhalle und einen Skaterplatz. Ausserdem wurde der
«Bunker» reaktiviert, der vor allem den jüngeren Jugendlichen, nämlich den
Unter-16-Jährigen zur Verfügung stehen soll. Die Jugendkommission will künftig jeweils Anfang Jahr ein
Schwerpunktthema bestimmen. Zudem hat sie vor, den Kontakt zu den
Jugendvereinen und Organisationen, aber auch zur Schule zu pflegen. Ein
weiteres Ziel ist laut Marlen Hasler der «regionale Austausch». Die musikalischen Klänge beim kleinen Festakt
von gestern Abend stammten von Johannes Eberhard & Friends. «So
heissen Sound haben wir im Gemeindehaus ganz selten», meinte Christa
Köppel, die es allerdings gewohnt ist, dass im Rathaus auch junge Leute
ein- und ausgehen; immerhin befindet sich im Gebäude die Bibliothek. Die
Gemeindepräsidentin versicherte, die Jugendkommission wolle die Jugendpolitik wirklich
ernst nehmen und bezeichnete die Juko in natürlich positivem Sinn als
«Lobby für die Jugend». Ausserdem verwalte die Juko die Finanzen für die
Jugendarbeit. Dass die politische Gemeinde die Jugendarbeit
finanziell unterstützt, gilt als selbstverständlich. Aber: «Wir sind weder
ein Selbstbedienungsladen noch wollen wir uns bei der Jugend anbiedern»,
meinte Christa Köppel. Es könne nicht das Ziel sein, dass gewissermassen
Grufties für die Jungen «etwas anreissen», vielmehr bestehe die Aufgabe
der Jugendkommission darin, «zusammen mit der
Jugend etwas auf die Beine zu stellen». |
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